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LBI Translationale Herzinsuffizienzforschung

Leitung: 
Univ.-Prof. Dr. Burkert Pieske
Adresse
Adresse: 

Ludwig Boltzmann Institut für Translationale Herzinsuffizienzforschung
c/o ZMF
Stiftingtalstraße 24
8010 Graz

Standort: 
Medizinische Universität Graz
Telefon: 
+43 (0) 316-385 -12544
Fax: 
+43 (0) 316-385 -13733

Das im Oktober 2011 unter der Leitung von Herrn Univ.-Prof. Dr. Burkert Pieske in Graz eingerichtete Ludwig Boltzmann Institut für Translationale Herzinsuffizienzforschung (LBI HF) hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Methoden zur Früherkennung und ursächlichen Behandlung der Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) zu erforschen.

Im LBI HF arbeiten 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in enger Kooperation mit den Partnern des Instituts, der Medizinischen Universität Graz, Bayer HealthCare Pharmaceuticals, dem AIT Austrian Institute of Technology, der Karl-Franzens Universität in Graz, der Steiermärkische Gebietskrankenkasse (GKK) und der Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) zusammen.

Neben der Herzinsuffizienz mit verringerter Auswurfleistung des Herzens (systolische Herzinsuffizienz) ist ein besonderer Schwerpunkt die Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurfleistung, aber gestörter Erschlaffung des Herzmuskels (diastolische Herzinsuffizienz). Während die derzeit bekannten Medikamente bei systolischer Herzinsuffizienz die Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung erhöhen können, gibt es bei der diastolischen Herzinsuffizienz (bis zu 50% aller Herzinsuffizienz-Patienten) bisher keine wirksame medikamentöse Therapie.

Herzinsuffizienz betrifft derzeit mehr als 200,000 Menschen in Österreich mit steigender Tendenz. Die Beschwerden der Patienten umfassen häufig zunächst sehr allgemeine Symptome wie Belastungseinschränkung („Leistungsknick“), Abgeschlagenheit und Müdigkeit, aber auch Luftnot, Schwellungen der Beine und Herzrhythmusstörungen. Einschränkungen im Alltag und häufige Krankenhausbesuche verringern die Lebensqualität der Betroffenen und stellen darüber hinaus einen wesentlichen gesundheitsökonomischen Faktor dar (Kosten für das Gesundheitssystem in Österreich: ca. 340 Mio./Jahr). Die Sterblichkeit bei Herzinsuffizienz liegt mit über 50% innerhalb von 5 Jahren höher als bei vielen Krebserkrankungen. Die einzige Heilungsmöglichkeit bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz ist die Herztransplantation.

Eine Stärke des neuartigen Forschungskonzepts des Ludwig Boltzmann Instituts für Translationale Herzinsuffizienzforschung ist die inhaltlich und räumlich enge Verknüpfung der Grundlagenforschung mit der klinischen Forschung in einem translationalen Institut. Das LBI HF ist das einzige speziell auf Herzinsuffizienzforschung ausgerichtete Institut in Österreich.
Der Standort an der Medizinischen Universität Graz ist für das LBI ideal, da die Med Uni Graz die Kardiovaskuläre Forschung als erklärten Forschungsschwerpunkt hat und mit über 70 aktiven WissenschaftlerInnen in diesem Bereich ein optimales Umfeld für wissenschaftliche Kooperationen und die Einbindung des LBI HF in internationale Forschungsnetzwerke bietet.

Durch die Zusammenarbeit akademischer Zentren, industrieller Partner, Krankenversorgungsträgern und Krankenkasse wird eine zielorientierte, effiziente und rasche Umsetzung der Forschungs- und Innovationsziele angestrebt.
 

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