Sehen Sie hier Präsentationsvideos der LB Institute und LB Cluster.

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Strategie

Evaluierung

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft will in ihren Instituten qualitative Forschung betreiben. Dies setzt nachvollziehbare und tragfähige Entscheidungen sowohl beim Ausschreibungsprozess wie auch bei den Evaluierungen voraus. Für diese Entscheidungen werden zu verschiedenen Zeitpunkten adäquate Begutachtungsverfahren durchgeführt.

Grundprinzipien

Die Grundprinzipien der Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Durch die Neuausrichtung wurden strategische Grundprinzipien definiert, die eine Basis bei der Einrichtung und beim Betrieb der Ludwig Boltzmann Institute darstellen. Dies gilt insbesondere für alle über Ausschreibung gegründeten Institute, da diese Grundprinzipien Teil der Ausschreibungsrichtlinien sind, die sich gleichermaßen an BewerberInnen, Finanziers und Partnerorganisationen, GutachterInnen, Jurymitglieder und EvaluatorInnen richten.

  1. Themenbereiche. Sozial-, Geistes-, Kulturwissenschaften und Humanmedizin mit angrenzenden Themenfeldern sowie interdisziplinäre Forschung als Brückenbildung zwischen diesen Disziplinen.
  2. Forschungsprogramme. Durchführung von hochqualitativen, größeren und längerfristig ausgerichteten Forschungsprogrammen auf internationalem Niveau.
  3. Größe. Aufbau größerer Institute mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im medizinischen und 10 im Bereich der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften als Richtwert.
  4. Partnerschaften. Herstellung von Synergien durch partner-schaftlichen Aufbau, Betrieb und Finanzierung zwischen traditionell forschungsdurchführenden und traditionell forschungsanwendenden Organisationen bzw. Institutionen.
  5. Laufzeit. Langfristige, aber zeitlich begrenzte Ein¬richtung der Institute auf 7 Jahre; Möglichkeit einer 2. Phase verknüpft mit einer anschließenden Übernahme durch Partner.
  6. Finanzierung. Langfristig ausgerichtete 100%ige Finanzierung gewährleistet durch die Ludwig Boltzmann Gesellschaft und die Partnerorganisationen.
  7. Management. Forschungsmanagement durch hauptberufliche Institutsleiterinnen und Institutsleiter, Personalrekrutierung sowie Personalentwicklung als wesentliche Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit.
  8. Wettbewerb und Qualitätssicherung. Sicherstellung von Qualität durch Wettbewerb und Evaluierung
     

Reform

Ab 2002 wurde die Ludwig Boltzmann Gesellschaft im   Zuge einer umfassenden Reform grundlegend modernisiert. Mit der Reform wurde ein Beitrag zur Überwindung der Kleinteiligkeit und der überwiegend kurzfristigen Orientierung der Forschung geleistet, die Kooperation zwischen eher forschungsanbietenden Einrichtungen und eher forschungsanwendenden Organisationen intensiviert und diese auf eine feste institutionelle Basis gestellt. Das Ziel dieser Reform war es, die LBG zu einer Forschungsförderungsorganisation zu machen, die nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell internationalen Standards entspricht. Vor allem die Einführung von kohärenten und transparenten Ausschreibungs- und Evaluierungsprozessen stand im Vordergrund.

Diese Neuausrichtung brachte – neben einem inhaltlichen Fokus auf die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie auf die Humanmedizin, klinische Forschung und Life Sciences – eine deutliche Verringerung der Anzahl der Institute. Von den im Jahr 2002 bestehenden 135 Instituten beendeten 90 überwiegend sehr kleinteilig strukturierten Institute aufgrund einer grundlegenden Evaluierung Ende 2005 ihre Forschungsaktivitäten. Den Empfehlungen der Evaluierung folgend wurden die positiv begutachteten Institute teils weitergeführt, teils in thematischen Clustern zusammengefasst. Dabei wurden LBI, die sich verwandten Forschungsfragen widmeten, ersucht, Konzepte für gemeinsame Programme vorzulegen. So konnten die themenverwandten Institute in Cluster überführt werden, die gemeinsame Ziele verfolgen und nach außen hin als ein Verbund auftreten. Die Institute, die den jeweiligen Cluster bilden, bestehen dessen ungeachtet weiterhin fort.

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